WaldorflehrerausbildungLehrerausbildung in DeutschlandAn den Lehrerseminaren bestehen, teilweise eigenständige, Ausbildungsgänge zum Lehrer an Freien Waldorfschulen. Die Studiengänge unterscheiden sich stark voneinander. Bitte fordern Sie genauere Informationen bei den Seminaren an. Informationen beim Bund der Freien Waldorfschulen >> Fortbildungen / Fachtagungen >> Kinder brauchen Waldorflehrer! Bericht von der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik in Mannheim
Wenn es die Waldorfpädagogik nicht gäbe, müsste man sie sofort erfinden. Was aber braucht jemand, der an einer Waldorfschule unterrichten möchte? Zunächst sicherlich das Bemühen, Kinder immer besser verstehen und lieben zu lernen. Wer sich auf Kinder einlässt, wird bemerken, dass sie sich in einer stetigen Entwicklung befinden. Während das Vorschulkind seelisch völlig mit der Umgebung verbunden ist und sie nachahmt, hat das Schulkind Freude daran, einen Reichtum innerer Vorstellungen aufzunehmen. Jetzt wirkt der Erzieher weniger über das sinnvolle Tun als über die künstlerisch geformte Sprache: Wer Tiere, Pflanzen und Steine lebendig schildern kann und die Kinder zu einer inneren Anschauung hinführt, wird Vorbild und geliebte Autorität. Wiederum anders stellt sich die Aufgabe für die Oberstufen-Lehrer und -Lehrerinnen dar: Auf dem Hintergrund einer profunden Kenntnis des studierten Fachgebiets sind die Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Urteilsbildung anzuregen. Zu der skizzierten pädagogischen gesellt sich eine künstlerische Herausforderung. Es gilt, durch den rhythmischen Wechsel von An- und Entspannung, Konzentration und Loslassen „atmend“ unterrichten zu lernen, es gilt zudem, zum Gestalter der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu werden: Wie der Lehrende spricht und sich bewegt, ist für den Erziehungsprozess von eminenter Bedeutung. Eine dritte Herausforderung ist die soziale. Waldorfschulen sind Einrichtungen ohne Rektor und mit kollegialer Selbstverwaltung. Initiative ist gefragt, aber auch Hinhören auf die Impulse der anderen - Waldorfschule ist eine tägliches Feld sozialen Übens. Angesichts dieser Herausforderungen stellt die Anthroposophie eine unerlässliche Hilfe dar. Dabei meint das Wort weniger „Weisheit vom Menschen“ als „Bewusstsein des eigenen Menschentuns“ - Anthroposophie ist ein Weg, die im eigenen Selbst noch schlummernden Möglichkeiten kennenzulernen und zu wecken. Daher ist das Studium als ein Übungsweg biografischer Entwicklung konzipiert: Wer ungebahnte Wege nicht scheut und Liebe zu Kindern hat, ist herzlich eingeladen! Dabei befindet sich die Hochschule in einem spannenden Umstrukturierungs-Prozess: Wir bilden Sie aus: Fortbildungs- und Umschulungskurse zum Lehrer an heilpädagogischen Schulen Grundständige Ausbildung für beide Ausbildungsgänge Das Studium beginnt am 17. September 2007. Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen! Freie Hochschule, Zielstraße 28, 68169 Mannheim, Tel. 0621-308 48-0, Fax 309 48-50 Albert Schmelzer
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