Rassismus, Gewalt, ideologische Stagnation?
Waldorfschulen beziehen Position
Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft
der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg
Pünktlich zum Sommerloch haben überregionale Zeitungen von „Süddeutsche“ bis „SPIEGEL“ und „taz“ ein neues, altes Schreckgespenst entdeckt - die Anthroposophie und also auch die Waldorfschule. Offenbar, so unser Eindruck, liegt zwischen den Medien, der Öffentlichkeit und den Waldorfschulen kommunikationstechnisch manches im Argen. Mit dieser Pressemitteilung möchten wir zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.
Im letzten Harry Potter Band findet Harry zunächst ein Stück Spiegel, in dem ihm übersinnlich der tiefblaue Blick seines geliebten Lehrers Dumbledore erscheint. Dann fällt sein Blick auf eine Buchankündigung in der Zeitung: "Dumbledore, the truth at last? Coming next week, the shocking story of the flawed genius considered by many to be the greatest wizard of his generation. Stripping away the popular image of serene, silver-bearded wisdom, Rita Skeeter reveals the disturbed childhood, the lawless youth, the lifelong feuds, and the guilty secrets that Dumbledore carried to his grave."
Unabhängig davon, was in dem Buch von Rita Skeeter über Albus Dumbledore oder in dem Buch von Helmut Zander über Rudolf Steiner steht, die imaginative Presse Rawlings und die sonst als seriös bekannte deutsche Presse geht weitgehend gleichartig mit den beiden verstorbenen Schulleitern Dumbledore und Steiner um. Allen voran die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine ...
(Stuttgart/Mannheim) Die offene Aggression, mit der durch ihre Herkunft benachteiligte Jugendliche auch in der Schule ihrer Frustration über Ausgrenzung und mangelnde Zukunftsperspektiven Ausdruck geben, ist Besorgnis erregend. Das haben die Vorfälle an der Berliner Rütli-Hauptschule einmal mehr vor Augen geführt. Vor allem die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien in die deutsche Gesellschaft wird immer schwieriger. Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Mannheim, eine Ganztagsschule mit sozial-integrativem Ansatz, ist mit ihrem zukunftsweisenden pädagogischen Konzept ein Beleg dafür, dass Kinder unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Religionszugehörigkeit friedlich miteinander lernen und leben können.
Die Bundesindizierungstelle hat am 6. September 2007 den Indizierungsantrag, zwei Bände mit Nachschriften von Vorträgen von Rudolf Steiner auf den Index für jugendgefährdende Schriften zu stellen, abgelehnt. Zugleich hat sich der betroffene Verlag selbstverpflichtet, eine kritische Ausgabe der beiden Bände herauszugeben.