Sind Waldorfschüler hinter dem Mond, wenn es um Computer geht?

computer_3»Protos« wird zunächst per Handsteuerung bewegt, danach fährt es selbsttätig genau zum Ausgangspunkt zurück. »Protos« ist Arbeitsergebnis der Wahlpflichtgruppe Computertechnologie der 12. Klasse in der Waldorfschule im Märkischen Viertel Berlin: ein von Schülern angefertigtes, über einen Mikrocomputer gesteuertes kleines Fahrzeug.

Ab der 9. Klasse haben diese Schüler am Computertechnologie – Unterricht teilgenommen, und dort das, was verstanden werden soll, mit eigenen Händen gebaut.

Der Unterricht wächst mit der Schule: so wie die Einplatinen-Mikrocomputer in Arbeitsgemeinschaften früherer Jahre entstanden sind, so soll auch »Protos«, jeweils aufbauend auf Vorjahresarbeitsleistungen, zu einer komplexeren Maschine weiterentwickelt werden.

Wenn es nach den Wünschen der SchülerInnen ginge, sollte »Protos« einmal zu einem selbststeuernden Roboter-Fahrzeug entwickelt werden, das zu Forschungszwecken auf dem Mond herumfährt. Das zumindest haben sie auf ihrem Poster zur Präsentation dieses Projektes dargestellt. Von einem Standpunkt „hinter dem Mond“ wäre dies dann ein äußerst interessanter Anblick!